Die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge ist nicht unumstritten. Im Rahmen der Umstellung wurden z. B. an den Fachhochschulen die Wochenstundenzahlen für die Dozenten reduziert. Das führt dazu, dass die Studenten weniger durch die Dozenten betreut werden können, was sich gerade bei praxisorientierten Ausbildungsinhalten nachteilig auswirkt. Des Weiteren gab es auch Kritik aus dem Ausland über die Abschaffung des altbewährten Diplom-Ingenieurs, dessen Qualifikation im Ausland einen hohen Stellenwert besitzt.
Das klassische Maschinenbaustudium hat sich inzwischen auf Grund der Fülle an Profilen in Spezialisierungen bzw. in eigenständige Studiengänge wie Energietechnik, Fahrzeugtechnik, Fertigungstechnik, Luft- und Raumfahrttechnik, Maschinenbauinformatik, Mechatronik, Produktion und Logistik, Verfahrenstechnik u.a. unterteilt.
Das 9- bis 10-semestrige Universitätsstudium (an der FH in der Regel 8 Semester) untergliedert sich in Grundstudium und Hauptstudium. So werden im Grundstudium des Maschinenbaus die Grundlagenfächer wie Höhere Mathematik, Physik, Technische Mechanik, Konstruktionslehre mit Technischem Zeichnen, Werkstoffkunde, Elektrotechnik usw. gelehrt, welche dem angehenden Ingenieur die fachlichen Grundlagen für die weitere Vertiefung im Hauptstudium bieten sollen. Des Weiteren sind auch nicht-technische Fächer wie zum Beispiel Rechnungswesen oder Sprachkurse zu belegen, um eine möglichst breite Ausbildung zu gewährleisten.
Im Hauptstudium werden dann, je nach Neigung und Wahl der Hauptfächer, bestimmte Teilbereiche vertieft. Zum Beispiel können die Automatisierungstechnik, die Energietechnik, die Fahrzeugtechnik, die Fertigungstechnik, die Haus- und Gebäudetechnik, die Mechanik, die Mechatronik, die Strömungsmechanik, die Thermodynamik oder die Verfahrenstechnik gewählt werden.
Neben einem Grundpraktikum in Metallverarbeitung und einer Reihe von hochschulinternen Praktika schreiben die Studienordnungen der Universitäten und Fachhochschulen in aller Regel längere Industriepraktika vor.